Der kleine Tigger saß eines Tages Mitte August 2009 unter den Tannen im Garten.

Schon seit geraumer Weile war ein zartes Zirpen und Piepen zu vernehmen gewesen, aber man konnte nicht hören woher.

Der kleine Zwerg kam ganz erleichtert angesprungen, als sich menschliche Gestalten näherten. Die offene Haustür wurde sofort als Einladung verstanden. Tigger kratzte ausgiebig am Fußabtreter, spielte mit einer im Vorraum herumliegenden Fellmaus und signalisierte deutlich: hier bin ich zuhause. Öh. Man war hier ziemlich perplex. Ja wie, zuhause? Sofort wurden Fotos gemacht

Photobucket

um den Kleinen bestmöglich zu präsentieren.

Photobucket

Aushänge in der Umgegend erfolgten, natürlich wurde Tigger auch als Fundsache beim Ordnungsamt gemeldet. Das rief allerdings nur spöttisches städtisches Schnauben hervor: "Ach, grau getigert wie alle hier?"

Pflicht und Schuldigkeit getan. Tigger ruhte sich erst einmal gründlich von seinem Ausflug aus

Photobucket

passte ausgestreckt sogar in ein gestrickfilztes Katzenkörbchen.

 Photobucket

Es hat niemals jemand den Kleinen vermisst. Mal ehrlich: wie kann man so ein süßes weiches Wesen einfach allein lassen?

Photobucket

Doch doch, allein gelassen war er, der Zwerg. Absolut gepflegt, keinerlei Ungeziefer, die Ballen der Pfötchen zart und wie neu.

Der Tierarzt befand: "Absolute Wohnungskatze". Mit 3 Monaten allein gelassen. Das ist ungefähr so, als würde man ein 9jähriges Kind allein lassen, das vorher jegliche Pflege und Unterstützung bekommen hat.

Sowas kann ich gar nicht nachvollziehen, aber es ist grundsätzlich ohnehin so, dass mich Gedankenlosigkeit schier in den Wahnsinn treibt. 

.