Kalle ist mir Anfang Februar 2009 zugelaufen. Er hatte einen offenen Bruch an der Vorderpfote, der schon älter war. Es gelang, Kalle in eine Falle zu locken (wer mit der Augsburger Puppenkiste vertraut ist, weiß nun, woher der Name kommt). Kalles Pfote musste leider hinter dem "Handgelenk" amputiert werden. Natürlich sollte er bei mir bleiben, bis alles ausgeheilt ist, aber Kalle ist ausgebüxt. Aus diesem Karton

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hat er sich halbbetäubt herausgenagt, die Schieber an der Scheunentür aufgeschoben und war verschwunden. Ich machte mir ganz naiv nicht so große Sorgen, weil der Tierarzt schon von vornherein gesagt hatte: "Den sehen wir nie wieder!" Im Nachhinein finde ich das vollkommen unverantwortlich, der Kater hätte unbedingt unter Aufsicht und Pflege bleiben müssen. 2 Wochen später war Kalle wieder da. Es ging ihm sehr schlecht, die Pfote war entzündet und hatte Frost bekommen, Kalle hatte Schmerzen und Hunger. Es gelang, Kalle in einen Korb zu locken, er wurde noch einmal operiert.

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Danach wurde er aber ausbruchssicher untergebracht! Das gefiel ihm gar nicht

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und er wollte nur raus!

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Draußen kam der Frühling, Kalle hatte Schnupfen und Schmerzen. Der Tierarzt sagte bei jedem Verbandswechsel: "Das sieht doch ganz gut aus!" Schließlich wurde es mir zuviel, weil es immer und immer noch nicht verheilt war. Ich meldete mich im www.luna-cat.de Forum. an. Dort wurde mir schnell klar gemacht, dass Kalle sich schrecklich quält, dass die Wunde gar nicht gut aussah und der Stumpf entzündet sei. Uff. Aufgrund der schlechten Diagnose beschloss ich am 12.03.09 endlich mit Kalle in eine Tierklinik zu fahren. Die Fahrt dauerte 2 Stunden in Dunkelheit und Regen, Kalle und ich waren total erledigt. Am Freitag den 13.03.09 wurde Kalle zum dritten Mal operiert.Was er in der Tierklinik, die im Internet so einen guten Eindruck gemacht hat, erlebt hat, werde ich nie genau wissen, mir hat schon gereicht, wie die Situation war, als ich meinen völlig verstörten und verängstigten Kater am Sonntag abholte. Wer sich schon einmal mit einem solchen oder ähnlichen Notfall herumschlagen musste, weiß, wie zeitaufwändig Recherchen und Forumsdiskussionen sind. Man kann sagen, in den vergangenen 4 Wochen sind für Kalle im Durchschnitt täglich 6 Stunden Zeit draufgegangen. Dass meine Entscheidung aber goldrichtig war, zeigen diese Fotos nach der OP:

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erstmal die neue Aussicht genießen!

Dann ganz entspannt am Fenster in der Sonne liegen

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Auch das Herumrollen klappt nun schon ganz gut: eins...Photobucket

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und drei!Photobucket

Mit dem einen Vorderpfot klappt das Laufen und Sitzen viel besser, als vorher mit der schmerzenden Restpfote, aber natürlich muss Kalle sich erst dran gewöhnen.

 

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Kalle muss noch lernen, das Vorderpfötchen mehr mittig aufzusetzen, also quasi wie ein Dreirad. Das klappt aber mit jedem Tag besser

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und Kalle ist sehr neugierig und lernbegierig.

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Kalle sprintet schon wie eine Rakete durch den Flur! Soll er doch noch gar nicht, aber er ist so lebenslustig, man kann ihn kaum bremsen.

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Bald springt er herum wie Balou, den man hier in der Mitte des Filmchens sehen kann: http://www.youtube.com/watch?v=xSbNUNvEGLw(sorry, bin gerade zu dusselig, das richtig einzubinden)

Mein ganz besonderer Dank gilt noch einmal den lieben Mitgliedern des Luna-Forums, die mir mit soviel Fachkunde beigestanden haben, aber auch einfach mit liebevoller Unterstützung der seelischen Art. Es war schwer, aber ihr habt es mir möglichst leicht gemacht, auch wenn ich schier ausgerastet bin!

Wer die Arbeit der Luna-Nothilfe unterstützen möchte, kann tolle Sachen (nicht nur) für Katzen im  luna-hilfe.1a-shops.eu/Shop kaufen.

Kalle ist jetzt, im August 2009, ein ganz properer Kater. Von 4,5kg im Februar hat er es auf 7kg geschafft.

 


Photobucket  Fast wird der Herr schon etwas zu rundlich, aber Neuzugang Tigger trainiert fleißig mit ihm.